Die Freimaurerloge „Zur weißen Taube“ existierte bis 1844 im Verborgenen weiter. Von 1844 bis 1849 fanden mit dem Ordensmeister von Donnersmark Verhandlungen über einen Anschluss der drei Freimaurerlogen „Johannes der Evangelist zur Eintracht“ (Darmstadt), „Freunde zur Eintracht“ (Mainz) und „Karl zum aufgehenden Licht“ (Frankfurt am Main) an die Große Landesloge statt, an denen Mitglieder der Freimaurerloge „Zur weißen Taube“ beteiligt waren. Die Verhandlungen blieben allerdings ergebnislos.
Weitere historische Belege lassen sich danach nicht mehr finden. Es gab noch eine gleichnamige Freimaurerloge der Großen Landesloge in Neißen, die am 15. Juli 1935 ihre Arbeit eingestellt hat. Sie wurde am 21. August 1804 reaktiviert, nachdem sie seit ihrer Gründung am 24. November 1773 untätig geblieben war. Sie hieß bei Gründung anders und beantragte später eine Namensänderung, weil sich deren Bruderschaft im Wirtshaus „Zur weißen Taube“ traf. Sie trug die Matrikelnummer 14.
Die Freimaurerloge „Zur weißen Taube“ wurde am 08. Juli 2023 in Wilhelmsbad reaktiviert; also über 260 Jahre später seit ihrer Gründung oder über 200 Jahr nach dem Tod von Johann August von Starck, ihrem letzten bekannten Logenmeister. Das Ritual ist gleich geblieben. Das einzige was sich geändert hat, ist, dass sie Frauen und Männer gleichermaßen auf- und annimmt.

Mit viel Herzblut hat die Freimaurerloge „Zur weißen Taube“ unter der Ägide von Sabine Smalian Aufbauarbeit geleistet. Unter ihrer Führung wurden jedes Jahr zwei Interessierte aufgenommen und die Zusammenarbeit zwischen den Johannislogen und der Großloge gestärkt. Es ist meistens Tradition mehr als eine dreijährige Amtszeit innezuhaben und obwohl sie das Amt gerne weitergeführt hätte, so wurde Sabine Smalian zu einem Großamt berufen. Am 20. Juni 2026 (genau 262 Jahre nach der ersten Gründung 1764 und drei Jahre nach der Reaktivierung) gab sie die Führung im Darmstädter Logenhaus an Arno Moos weiter.